Tipps zur Flugbuchung im Internet
Die Flugbuchung ist ohne großen Aufwand schnell und unkompliziert von der Couch aus gemacht. Ein paar wenige Mausklicks, Kontaktdaten und Zahlungsdaten eingeben und schon ist das Ticket gebucht. Doch Vorsicht: Ein falscher Klick oder Buchstabendreher in den Passagierdaten kann für Verbraucher teuer werden. Bei der Wahl des Tarifs und des Buchungswegs ist ebenfalls Wachsamkeit geboten.
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Checkliste für die Flugbuchung online
Prüfen Sie vor der endgültigen Flugbuchung unbedingt alle Daten, denn bei Flugbuchungen gilt nicht das 14-tägige Widerrufsrecht!
- Stimmt das Flugdatum?
- Ist mein Name, Geburtsdatum vollständig und korrekt eingetragen? Eine Korrektur bei Zahlen- und Buchstabendrehern kann je nach Fluggesellschaft oder Buchungsportal teuer werden. Es gelten die AGB. Anspruch auf eine kostenfreie Korrektur besteht von Gesetzes wegen nicht. Oft muss das Ticket storniert und zum aktuellen Preis neu gebucht werden. Dies hat je nach Zielland auch mit den Einreisebestimmungen und den zu übermittelnden Passagierdaten zu tun.
- Achten Sie auf Zwischenstopps und die Umsteigezeit.
- Buchen Sie eine zusammenhängende Reise statt Einzelflüge für jede Teilstrecke. So bleiben Ihre Rechte bei Verspätungen und verpassten Anschlüssen gewahrt. Das gelingt am besten, wenn Sie über die Airline direkt buchen. Planen Sie unbedingt ausreichend lange Umsteigezeiten ein.
- Während der Buchung nicht unter Druck setzen lassen: Buchungsportale erzeugen gerne künstlichen Druck, indem sie rabattierte Angebote mit nur noch geringen Sitzplätzen oder herunterlaufenden Timern anzeigen. Solche Gestaltungsmittel sollen zu schnellen Entscheidungen verleiten.
- Unbedingt vor dem Zahlungsvorgang überprüfen, ob der endgültige Preis angezeigt wird (Steuern, Gebühren, Sitzplatzreservierung, Gepäck etc.). Wenn Sie über eine Buchungsplattform buchen, vergleichen Sie den Endpreis mit dem Preis auf der Internetseite der Fluggesellschaft.
- Prüfen Sie genau, welchen Tarif Sie buchen (z. B. Basic/Light, Standard, Flex). Bei Flextickets ist darauf zu achten inwieweit diese wirklich flexibel sind. „Nicht stornierbar“ bedeutet nicht immer, dass gar keine Änderungen möglich sind – oft sind Umbuchungen gegen Gebühr oder als Gutschein möglich. Die Unterschiede zwischen den Tarifen sind erheblich.
- Beachten Sie, ob und zu welchen Bedingungen Sie stornieren oder umbuchen können.
Kostenfalle Buchungsportale: versteckte Gebühren und Preisfallen
Häufig entpuppt sich das vermeintliche Schnäppchen als weniger günstig als gedacht: Bearbeitungsgebühren, Zusatzkosten oder Service-Fees. Mit solchen Kosten müssen vor allem Nutzer von Buchungsportalen rechnen.
Verbraucher berichten zudem immer wieder, dass sie im Buchungsprozess unbeabsichtigt kostenpflichtige Mitgliedschaften oder Abonnements (z. B. „Prime“-Programme von Buchungsportalen) abgeschlossen haben. Achten Sie daher genau darauf, welche Leistungen Sie aktiv auswählen und welche zusätzlichen Hinweise oder Kästchen im Buchungsvorgang erscheinen.
Eine andere sehr gängige Methode von Buchungsportalen ist, dass am Ende des Buchungsvorgangs häufig nur mit einer sehr seltenen Kreditkarte gebührenfrei bezahlt werden kann. Wird die Auswahl zum Beispiel auf Visa- oder MasterCard gewechselt, entstehen Gebühren.
Gerichte haben sich schon mehrfach mit solchen Praktiken befasst und diese in einigen Fällen für unzulässig erklärt. Nach europäischem Recht muss mindestens ein kostenloses und gängiges Zahlungsmittel angeboten werden. Weiterhin dürfen Ihnen nur solche Kosten berechnet werden, die dem Unternehmen tatsächlich entstehen.
Wichtig: Egal, ob im Internet oder in Katalogen: Der Ticketpreis muss für den Verbraucher von Anfang an klar ersichtlich sein. Das bedeutet, dass auch alle anfallenden Gebühren und Steuern angezeigt werden müssen.
Probleme bei Änderungen und Erstattungen
Beachten Sie außerdem: Wird über ein Buchungsportal gebucht, läuft die gesamte Kommunikation bei Änderungen, Erstattungen oder Problemen häufig über dieses Portal. Müssen Änderungen kurzfristig vorgenommen werden, etwa wegen einer Namensänderung, kann dies dazu führen, dass das Ticket nicht rechtzeitig angepasst wird und damit nicht genutzt werden kann.
Auch über Flugänderungen oder Annullierungen werden Verbraucher nicht immer informiert. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig den Buchungsstatus auf der Internetseite der Airline.
Auch bei Erstattungen kommt es häufig zu Problemen. Airlines verweisen Verbraucher oft an die Buchungsplattform, während diese wiederum auf die Airline verweist. Für Verbraucher entsteht dadurch ein zeitaufwendiges „Ping-Pong-Spiel“.
Es ist daher in der Regel vorteilhafter, Flüge direkt bei der Airline zu buchen, da man dann nur einen Ansprechpartner hat.
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Vorsicht vor Zusatzleistungen beim Fliegen
Während des Buchungsvorgangs wird oft der Abschluss diverser Zusatzleistungen empfohlen. In der Regel handelt es sich um die Aufgabe von Gepäck, eine Reiserücktrittsversicherung, Umbuchungsversicherungen oder die Sitzplatzwahl.
Achten Sie besonders auf folgende Punkte:
- In vielen günstigen Tarifen ist kein großes Handgepäckstück mehr enthalten. Prüfen Sie die Gepäckregeln genau.
- Wer als Familie oder Gruppe zusammensitzen möchte, muss hierfür häufig zusätzlich zahlen.
- Prüfen Sie, ob Kosten für den Check-In am Flughafen anfallen und ob es möglich ist, diesen kostenfrei online durchzuführen.
- Prüfen Sie die Vorgaben der Airline für Maße und Gewicht von Hand- und Aufgabegepäck.
Zusatzkosten müssen in der Buchungsmaske so gestaltet sein, dass die Leistung von Ihnen aktiv ausgewählt werden muss (Opt-In). Sie dürfen nicht automatisch hinzugefügt werden. Häufig sind Auswahlkästchen für Zusatzleistungen bereits vorausgewählt und müssen deaktiviert werden (Opt-Out). Das ist nicht zulässig. In manchen Fällen kann der Buchungsvorgang erst fortgesetzt werden, wenn Sie sich aktiv für oder gegen solche Zusatzleistungen entscheiden. Lassen Sie sich dadurch nicht unter Druck setzen.
Sie überlegen, eine Versicherung dazu zu buchen? Lesen Sie sich die Bedingungen in jedem Fall gut durch. Einige Schutzleistungen, wie zum Beispiel eine Reiserücktritts- oder Auslandsreisekrankenversicherung, sind häufig bereits über Kreditkarten oder bestehende Versicherungen abgedeckt.
Was gilt, wenn ich den Flug nicht antrete oder stornieren muss?
Viele Tickets sind als „nicht stornierbar“ gekennzeichnet. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie keinerlei Geld zurückerhalten können.
- Treten Sie den Flug nicht an, muss die Airline auf Antrag die im Ticketpreis enthaltenen Steuern und Gebühren erstatten, da diese nur bei tatsächlicher Beförderung anfallen. Je nach Strecke kann dies einen erheblichen Betrag ausmachen.
- Achtung bei Hin- und Rückflügen: Wird der Hinflug nicht genutzt („No-Show“), können nach den Tarifbedingungen automatisch auch die weiteren Flugstrecken, insbesondere der Rückflug, verfallen. Informieren Sie sich rechtzeitig bei der Airline über mögliche Konsequenzen, wenn Sie einen Flug nicht antreten können.
- Prüfen Sie die Umbuchungs- und Stornierungsbedingungen Ihres gebuchten Tarifs genau. In manchen Tarifen sind Umbuchungen gegen Gebühr möglich oder Sie erhalten einen Gutschein.
- Bewahren Sie Buchungsbestätigungen und Tarifbedingungen gut auf, um Ihre Ansprüche belegen zu können.
Unsere Musterformulare
Bei Problemen mit einem Flug, etwa bei Annullierung, Verspätung oder Gepäckproblemen, können unsere Musterformulare hilfreich sein.
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